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Start des Forschungsvorhabens "Computertomografie zur Auswertung von Blockbergungen“

Beispiel: Material aus dem altsächsischen Gräberfeld von Immenbeck, Stadt Buxtehude


Gemeinsam mit dem Institut für Werkstoffkunde der Leibniz Universität Hannover hat das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einen Forschungsförderungsantrag bei dem zuständigen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gestellt. Ziel des Forschungsvorhabens ist es unter anderem die Einsatzmöglichkeit von hochauflösenden Computertomografen (CT) bei der Analyse von Blockbergungen zu erforschen. Im Rahmen des Förderprogramms PRO*Niedersachsen ist nun der Startschuss gefallen und die eigentliche Arbeit kann beginnen.

Projektteilnehmer
Links: Verstärkung im Immenbeck-Projekt. Archäologin Imke Berg und Dipl.-Rest. Claudia Köhler. Rechts: Dipl.-Ing. Christian Klose begutachtet die Micro-CT Daten im Institut für Werkstoffkunde.

Bestens geeignet für das spannende Projekt mit den vielen Fragestellungen ist das bedeutende altsächsische Gräberfeld von Immenbeck, Stadt Buxtehude. Dort wurden in den Jahren 2000 bis 2004 insgesamt 214 zum Teil reich ausgestattete Körpergräber entdeckt und ausgegraben. Komplexe Fundzusammenhänge und fragile Materialien waren der Grund, einen Großteil der Grabbeigaben in Blöcken zu bergen. In der Vergangenheit bereits durchgeführte Röntgen- und CT-Untersuchungen geben erste Auskünfte über die zu erwartende Befundsituation, werfen zugleich aber auch eine Vielzahl von neuen Fragen und Möglichkeiten auf. "Lassen sich die unterschiedlichen Materialien in den Blockbergungen anhand der gemessenen Dichte zweifelsfrei identifizieren?", "Zeichnen sich alle noch so kleinen organischen Reste im CT-Bild ab und lassen sie sich bestimmen?", "Kann eine virtuelle Freilegung am Rechner, im Vergleich zu einer herkömmlichen Freilegung, zu befriedigenden Ergebnissen führen?" Diesen und weiteren Fragen soll im Laufe des bis Ende 2010 angelegten Projektes auf den Grund gegangen werden.

Personell und kompetent verstärkt wird die archäologische Restaurierungswerkstatt bei diesem Vorhaben durch die Archäologin Frau Imke Berg und die Dipl.-Restauratorin Frau Claudia Köhler. Beide konnten in der Vergangenheit bereits Erfahrungen im Umgang mit der Computertomografie in der archäologischen Restaurierung sammeln und diese nun gut in das Projekt einfließen lassen. Frau Berg wird zu diesem Thema ihre Promotion schreiben und bei der Universität in Hamburg einreichen

Monika Lehmann

Gräberfeld von Immenbeck.

Gräberfeld von Immenbeck.

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