Renaissance in Holz. Das Brusttuch in Goslar. | Nds. Landesamt für Denkmalpflege
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Renaissance in Holz. Das Brusttuch in Goslar.

Beiträge zur Geschichte der Stadt Goslar / Goslarer Fundus, Band 55


Das "Brusttuch" ist eines der interessantesten Häuser in der Altstadt von Goslar. Der wohlhabende Patrizier Magister Johannes Thiling ließ es 1526 errichten. Seine Bildung, seine Geisteshaltung und seinen Reichtum präsentierte er im sowohl derb gewitzten als auch hoch gelehrten Bildprogramm seines Hauses. Das außergewöhnlich aufwändig beschnitzte Fachwerk über dem steinernen Erdgeschoss ist ein einzigartiges Dokument vom Übergang des Mittelalters in die Neuzeit.

Vergleiche lassen sich zum Huneborstelschen Haus in Braunschweig und zu anderen Fachwerkgebäuden in Norddeutschland herstellen. Die Schnitzereien des Brusttuchs, aber auch tragende Teile seiner Konstruktion wurden seit 2009 mit Hilfe des Bundesförderprogramms für Welterbestätten saniert.

Mit dem Buch "Renaissance in Holz - das Brusttuch in Goslar" werden die Geschichte des Hauses und seines Erbauers, die Arbeiten zur Restaurierung der Fassaden und das Bildprogramm einem größeren Kreis Interessierter zugänglich gemacht. Der Leser gewinnt so einen Einblick in die Vorstellungswelt Magister Thilings und seiner Zeit, aber auch in den Aufwand, ein solches Bauwerk der Nachwelt zu erhalten.


Die Veröffentlichung ist ab sofort im Buchhandel erhältlich:
Renaissance in Holz. Das Brusttuch in Goslar (2015).
Herausgegeben im Auftrag des Geschichtsvereins Goslar e.V. von Günter Piegsa.
Beiträge zur Geschichte der Stadt Goslar, Goslarer Fundus, Band 55.
224 Seiten, ISSN 1615-0929, ISBN 978-3-7395-10555-2
Verlag für Religionsgeschichte
Preis 24,00 Euro
www.regionalgeschichte.de

Goslar, Brusttuch.

Goslar, Brusttuch und Marktkirche, Butterhanne.

UNESCO Welterbe in Niedersachsen

Das Erzbergwerk Rammelsberg bei Goslar ist als einziges Bergwerk der Welt kontinuierlich über 1000 Jahre in Betrieb gewesen. Zusammen mit der mittelalterlichen Altstadt Goslars und ihrer Kaiserpfalz wurde es 1992 in die Welterbeliste der UNESCO eingetragen.

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