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Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Baudenkmale in Niedersachsen

Die Denkmaltopographie setzt eine Tradition fort, die zu den Grundlagen denkmalpflegerischer Arbeit gehört. Bereits seit Beginn ihrer Tätigkeit im 19. Jahrhundert hat die staatliche Denkmalpflege die wissenschaftliche Erfassung der Denkmale und deren Publizierung als eine Voraussetzung für fachlich fundierte Erhaltungsmaßnahmen und damit für die gezielte Arbeit von Denkmalschutz angesehen. Eine sachbedingt zeitaufwändige Bearbeitung der Großinventare, die Weiterentwicklung des Denkmalbegriffs sowie das Inkrafttreten diverser Denkmalschutzgesetze in den einzelnen Bundesländern erforderten eine aktuellere Dokumentationsform, die 1971 von der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland beschlossen wurde: Die Herausgabe einer "Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland".

Der jeweils dreiteilige Aufbau der Bände beinhaltet folgende Konzeption: Eine Einleitung stellt die geschichtliche Entwicklung des bearbeiteten Gebietes dar, der folgende kartografische Teil erläutert die topografische Situation, und als umfangreichster Abschnitt schließt ein Text- und Bildbereich an, in dem die Baudenkmale beschreibend dargestellt und ihr historischer, künstlerischer oder städtebaulicher Denkmalwert erläutert wird.

Die Bände vermitteln eine flächendeckende Dokumentation des Bestandes der Baudenkmale und präsentieren durch die große Anzahl der Abbildungen auf anschauliche Weise den jeweiligen Denkmalbestand. Die angewandte historisch-topografische Methode eröffnet den Blick für die komplexen Zusammenhänge zwischen topografischen Gegebenheiten, Wirtschafts- und Siedlungsstrukturen sowie den jeweiligen Haus- und Hofformen mit ihren kleinräumigen Differenzierungen und eignet sich so in besonderer Weise, den naturräumlichen Einfluss auf die Denkmallandschaft nachvollziehbar zu machen.

Zusammen mit dem Denkmalverzeichnis dient die Denkmaltopographie als Grundlage für die denkmalpflegerische Tätigkeit der Behörden und Gemeinden. Als ein vielbändiges Handbuch wendet sich die Denkmaltopographie gleichermaßen an alle interessierten Bürger, an Eigentümer, Planungs- und Genehmigungsbehörden wie auch an Architekten, und möchte die der Denkmalausweisung zugrunde liegenden Kriterien öffentlich transparenter veranschaulichen.

Denkmaltopographien

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1981 bis 2010

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