Dr. Hans-Wilhelm Heine
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In der archäologischen Burgenforschung, die seit dem 19. Jahrhundert einen festen Platz in der Landesforschung einnimmt, wird in Kooperation mit verschiedenen Partnern die topographische Vermessung der Burgen und Befestigungen von der jüngeren Steinzeit bis zum Mittelalter vorangetrieben. Die Ergebnisse stehen der Inventarisation, dem webbasierten Informationssystem ADABweb, den Denkmalschutzbehörden, Eigentümern, Forschungseinrichtungen, dem Tourismus und sonstigen Interessierten zur Verfügung.
Im Vordergrund steht insbesondere die Untersuchung gefährdeter Burgen unter Berücksichtigung der aktuellen Forschungssituation. Mit den Mitteln der traditionellen archäologisch-historischen Landesaufnahme sowie modernen naturwissenschaftlich-technischen Methoden (Geophysik, Geochemie, Luftbildarchäologie usw.) wurden wiederholt für verschwunden gehaltene Burgen wiederentdeckt und als historische Quellen dokumentiert.
Sofern eine Erhaltung dieser Anlagen nicht mehr gesichert oder eine Restaurierung im Gelände angezeigt ist, sind archäologische Grabungen einzuleiten. Für die erforderliche Fachberatung und die Öffentlichkeitsarbeit hält das Landesamt für Denkmalpflege entsprechendes Spezialwissen vor und erarbeitet Grundsatzstudien und Forschungsübersichten. Ziel ist, den Bestand der ca. 200 ur- und frühgeschichtlichen Burgwälle und ca. 1.700 mittelalterlichen Burgen, Burgruinen und Burgställe in Niedersachsen zu erhalten.