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Vom Ende her denken?! Archäologie, Denkmalpflege, Planen und Bauen

Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Niedersachsen, Band 46 und Hefte des Deutschen Nationalkomitees LXI


Die Veröffentlichung ist die Dokumentation des Kolloquiums vom November 2014 in Leipzig. Ziel der Veranstaltung war, so die beiden Herausgeber, Prof. Stefan Winghart vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege und Prof. Jörg Haspel vom Deutschen Nationalkomitee für ICOMOS e.V., in ihrem Vorwort, die "Notwendigkeiten und Möglichkeiten eines integrativen Vorgehens in Archäologie, Denkmalpflege, Planung und Bauen zu thematisieren. Denkmalpfleger, Archäologen, Architekten und Planer haben die Aufgabe, den Übergang von der Vergangenheit in die Zukunft zu gestalten und dabei geschichtliche Entwicklungen und Abläufe in ihrer Dynamik erfahrbar zu halten, Traditionslinien sichtbar zu machen und andererseits die Brüche, die sich aus den funktionalen Anforderungen und technischen Möglichkeiten der Gegenwart ergeben, nicht zu verdecken".

Ausgrabungen stehen immer in einem aktuellen Kontext, sei es in dicht bebauten Innenstädten, auf der grünen Wiese oder an einer antiken Stätte. Gleich wo - nahezu jede Ausgrabung bedeutet eine Beeinträchtigung bis hin zur ganzen oder teilweisen Zerstörung eines Bodendenkmals. Zwangsläufig stellt sich damit am Beginn jeder Planung die Frage nach dem Umgang mit den freigelegten Relikten. Für Archäologen und Bodendenkmalpfleger sind der Schutz, die Erhaltung und die Vermittlung des archäologischen Erbes ein Hauptanliegen. Im natürlichen Widerspruch dazu scheinen die klassischen Aufgaben von Planern und Architekten zu stehen. Und doch können gerade sie zentrale Beiträge leisten, indem sie historische Orte durch ihre Gestaltung sichtbar machen, in moderne bauliche und soziale Zusammenhänge integrieren, somit die Öffentlichkeit sensibilisieren und Partizipationsmöglichkeiten bieten. Wie gelingt dieser Spagat? Wo liegen unsere Ziele und wie kommen wir dahin?

Namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus Denkmalpflege, Architektur, Archäologie und Stadtplanung diskutierten programmatische Ansätze aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Sie zeigten integrative Planungsprozesse auf und stellten konkrete Umsetzungsbeispiele aus städtischen und kulturlandschaftlichen Projekten im In- und Ausland vor.

Herausgeber dieses Bandes sind Stefan Winghart, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, und Jörg Haspel, Deutsches Nationalkomitee von ICOMOS e.V.

Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Niedersachsen, Heft 46 und Hefte des Deutschen Nationalkomitees LXI, 2016
Vom Ende her denken?! Archäologie, Denkmalpflege, Planen und Bauen
CW Niemeyer Buchverlage GmbH, Hameln
135 Seiten, 149 meist farbige Abbildungen
ISBN 978-3-8271-8046-9
Preis: 19,90 Euro
Die Veröffentlichung ist in allen Buchhandlungen erhältlich.

Arbeitsheft 46.  
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