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Die Celler Schlosskapelle

Vor über zwanzig Jahren wurden schwere Schäden in der Celler Schlosskapelle festgestellt, der Besucherverkehr musste eingeschränkt werden. Seit 2013 erarbeiten Stadt, Land und Kirche gemeinsam mittels innovativer Methoden neue Erhaltungsstrategien. Erste Ergebnisse werden am 27. September der Öffentlichkeit vorgestellt. Außerdem wird die erfolgreiche Ausstellung »Zwischen Macht und Frömmigkeit – Die Celler Schlosskapelle« im Schlossmuseum wiedereröffnet.

Die Celler Schlosskapelle ist ein Kunstwerk von europäischem Rang und zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen der Renaissance. Die prächtige Ausstattung, die zwischen 1565 und 1576 im Auftrag von Herzog Wilhelm d. Jüngeren geschaffen wurde, kann seit 1995 nur durch Glas betrachtet werden. Der freie Zugang musste eingeschränkt werden, da die Aufnahmekapazität des relativ kleinen Kapellenraums in den 1980er-Jahren bei Weitem überschritten wurde: Mehr als 50.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr führten zu Feuchteschäden und gefährdeten den Bestand.

Im Dezember 2013 wurde auf Initiative des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (NLD) und des Staatliches Baumanagement Lüneburger Heide (SB LH) eine Arbeitsgruppe gebildet. Mitwirkende sind die Stadt Celle, der Ev.-luth. Kirchenkreis Celle und die Ev.-luth. Landeskirche Hannovers sowie Fachleute der Konservierung und Restaurierung, der Mikrobiologie, der Bauphysik und Klimatechnik (HAWK Hildesheim/Fakultät Bauen und Erhalten, Hochschule Hannover, Institut für Werkstoffe im Bauwesen/Universität Stuttgart und Ing.-Büro Berling/Braunschweig). In dem aktuellen Modellprojekt, das konventionelle Maßnahmen mit innovativer Forschung wie z. B. Strömungssimulation verknüpft, werden mit Fördermitteln der Deutschen Bunddesstiftung Umwelt die denkmalverträgliche Nutzung und Klimastabilisierung untersucht.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 27. September 2018, 16.00 Uhr, im Rittersaal des Celler Schlosses, werden neueste Projektergebnisse präsentiert und die Möglichkeiten der zukünftigen Nutzung vorgestellt, die eine begrenzte Zugänglichkeit für Besuchergruppen und Andachten beinhaltet. Zugleich wird die Ausstellung »Zwischen Macht und Frömmigkeit« in einer aktualisierten Fassung wiedereröffnet, die die Geschichte, Bedeutung und Gefährdung der Celler Schlosskapelle für Besucherinnen und Besucher bereits im vergangenen Jahr mit anschaulichen mediale Präsentationen, 3D-Filmen und hochkarätigen Exponaten hatte lebendig werden lassen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
Susanne McDowell, Stadt Celle
Juliane Schmieglitz-Otten, Residenzmuseum im Celler Schloss
Dr. Christina Krafczyk, Dr. Erwin Stadlbauer, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege
Dipl.-Ing. Michael Brassel, Helmut Matterne, Staatliches Baumanagement Niedersachsen
Uwe Schmidt-Seffers, Ev.-luth. Kirchenkreis Celle

Anmeldung per Mail an marina.uphus@nld.niedersachsen.de, per Fax: 0511/925-5456 oder postalisch an Marina Uphus, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Scharnhorststraße 1, 30175 Hannover.

Schlosskapelle Celle  

Schlosskapelle Celle

Informationsveranstaltung zur Schlosskapelle Celle & Wiedereröffnung der Ausstellung "Zwischen Macht und Frömmigkeit – Die Celler Schlosskapelle"

27. September 2018, 16.00 Uhr
Celler Schloss, Rittersaal, Schloßplatz 1, 29221 Celle

Artikel-Informationen

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